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LEBENSGEFÜHL |
Domstadt
Domstadt.
Regensburg.
Bischof Leo Thundorfer brachte die Faszination der gotischen
Kathedrale aus Frankreich mit. König Ludwig I. von Bayern
vollendete den Dom. Aber auch heute noch wirkt er mäch-
tig. Gebaut haben die Regensburger fleißig an ihrem Wahr-
zeichen bis ihnen erstmals 1520 das Geld ausging. Dabei
entstanden ist das größte Denkmal der süddeutschen Gotik.
Die Turmhelme und das Querhaus folgten später. Zeuge des
Vorgängerbaus ist der Eselsturm an der Nordseite des Doms.
Gleichzeitig ist er Überbleibsel aus dem romanischen Bau-
zeitalter und älter als der Dom selbst. Der Dom ist nicht nur
eine Glaubensstätte, sondern zugleich ein Kunstwerk. Figu-
ren und Malerei zieren den Dom von außen wie von innen.
Des Weiteren schmücken wertvolle Farbfenster die Kathe-
drale. Fertiggestellt wurde die Kathedrale in den Jahren 1870
bis 1872. Ein monumentaler Bau wie dieser verlangt, dass
man ihn in Stand hält. Vor allem dann, wenn er sich Witterung
und Luftverschmutzung stellen muss und dadurch stetig an-
gegriffen wird. Die große Innenrenovierung fand in den Jah-
ren 1985 bis 1988 statt, wogegen die Außenfassaden aufgrund
baumaterieller Fehler bereits ab 1950 restauriert wurden. Ein
weiteres Schmuckstück: die mit 34 Tonnen größte hängende
Orgel der Welt. Der Dom kennt wunderbare Klänge. Die Dom-
spatzen, auch ein Wahrzeichen Regensburgs, gestalten die
sonntägliche Liturgie und erfreuen die Besucher der heiligen
Messe mit ihren reinen Stimmen.
Die Regensburger leben mit ihrem Dom in vollkommener Harmonie. Manchmal halten sie inne, blenden kurz den Alltag aus,
blicken hinauf, spüren die magische Kraft, die von einem so monumetalen Bau ausgeht. Das tut gut.